Das Vaterunser: Unser Vater im Himmel


Unser Vater im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Grundgebet aller Christen
Matthäus-Evangelium, Kap. 6, Verse 9 - 13

Wie sind Sie zu Ihrem Vornamen gekommen? Ich habe schon die skurrilsten Geschichten darüber gehört, wie Kinder zu ihrem Namen gekommen sind. Zum Beispiel bei Erwin McManus, dem Pastor der Mosaic-Gemeinde in Los Angeles. Er ist in El Salvador geboren, also in Mittelamerika, und verdankt seinen Vornamen ausgerechnet Erwin Rommel. Erwins Vater war von diesem deutschen General offensichtlich so begeistert, dass er seinen Sohn nach ihm benannte.¹

Gott hat auch einen Namen. Sein Sohn Jesus sagte, wie wir ihn anreden dürfen: Unser Vater. Toll, denke ich, dass ich zu diesem Gott, der Himmel und Erde gemacht hat, der das Universum erschaffen hat und die Eintagsfliege, dass ich zu dem Vater sagen darf.

Unser Vater heißt: er „gehört“ mir nicht allein. Er ist der Vater seiner weltweiten Gemeinde. Alle, die mit ihm reden wollen, dürfen Gott so anreden, dürfen so zu ihm beten: Vater im Himmel.

Manchen fällt das sehr schwer. Die Vorstellung, der allmächtige und heilige Gott könnte so etwas wie ein Vater sein – undenkbar. Eine Frau erzählte, wie sehr sie unter ihrem Vater zu leiden hatte. Der hat sie gehasst! Und irgendwann sie auch ihn. Ich kann mir gut vorstellen, dass unser Vaterbild auch unser Gottesbild beeinflusst.

Dennoch bleibt es dabei: Gott hat mich lieb wie der beste Vater, den man sich vorstellen kann. Gottes Fürsorge ist nicht abhängig von meinen Gefühlen oder meiner Vergangenheit. Gottes Liebe ist nicht abhängig von meinem Vorstellungsvermögen oder meinem Gottesbild. Vater soll ich sagen, sagt mir der Sohn. Wenn nicht der Sohn, wer sollte es dann noch wissen? Wenn nicht Jesus, wer sollte dann den Vater kennen?

Was Jesus noch über den Vater gesagt hat in diesem weltumspannenden Gebet, darüber soll in den folgenden Impulsandachten die Rede sein.

Eine gesegnete Woche wünscht Ihnen die Nord-Ost-Gemeinde.
(hpn)

¹ Persönlicher Bericht von Erwin McManus beim Willow-Creek-Kongress 10.-12. Nov. 2005, Braunschweig


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